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Artikel Tagged ‘Stromfresser’

Stromfresser – Ausschalten hilft manchmal nicht

2. November 2007 7 Kommentare

Seitdem ich das Strom-Meßgerät besitze hat es sich bei mir ein bißchen zur Manie entwickelt kurz nachzumessen was denn unsere Elektrogeräte so verbrauchen. Bei Meike hat das auch schon zu leichten Verstimmungen geführt, weil ich statt ihren neuen Kaffeeautomaten zu huldigen ersteinmal das Meßgerät rangehangen habe. Das hat sich zum Glück schnell wieder gelegt, aber das Gerät hatte erstaunliches offenbart: obwohl das Gerät per Netzschalter ausgeschaltet war verbrauchte es rund 9 Watt. Anscheinend ist es heutzutage nichts ungewöhnliches mehr, denn die Lampe im Zimmer von Max ist da noch eine Ecke härter. Ist die Lampe aus stehen 11 Watt auf dem Meßgerät, angeschaltet sind es 13 Watt. Leider fällt dieser Mist einem erst auf, wenn der Kram angeschafft ist.

Was mir bei meiner Messerei noch aufgefallen ist, nämlich das Schalt-Netzteile wesentlich effektiver sind als Spulen-Netzteile, mag für einen Elektriker/Elektroniker common-sense sein, für mich war es Neuland. Als Beispiel sei mein Linksys WRT54GL genannt. Mit seinem originalen Spulen-Netzteil liegt er bei 13-15 Watt, das Gerät selbst benötigt allerdings nur 300mA bei 11 Volt was irgendwas um 3,5W entspricht. Da geht also noch eine Menge und deswegen werde ich mich die nächste Zeit mal dabei machen und passende Schaltnetzteile suchen.

Umzug auf die Linksys NSLU2

7. April 2007 10 Kommentare

Als ich mir vor über einen Jahr das Energiemessgerät kaufte wusste ich nicht, welche langfristigen Konsequenzen das haben sollte. Mir wurde klar, das es so mit meinen Heim-Server nicht weitergehen konnte, 150W fürs nix tun sind einfach zu viel.

Zuerst versuchte ich den Server selbst zu optimieren. Ein AMD Geode Prozessor musste her und mit eigenen Kernel backen lag ich bei 71 Watt im Idle und 110 Watt unter Vollast. Ein kleiner Schritt, aber noch nicht das Wahre.

Als nächstes kam mir der Linksys WRT54GL mit OpenWRT ins Haus geflattert. Er brachte zwar adhoc keine Entlastung, sondern 13 Watt mehr auf den Stromzähler. Das macht aber auch nichts, denn er war Teil eines größeren Plans.

Schließlich die Linksys NSLU2. Mit Debian hatte ich sie recht schnell versorgt, ich wollte aber vor dem Umzug meine MP3s zu Ogg konvertiert haben und das dauerte etwas. Hat leider nicht funktioniert, weil die ID3-Tags zum Großteil zerstört wurden. Am Freitag war also der grosse Tag. Die Daten von /home, meinem allgemeinen Daten-Verzeichnis und Mail wurden vom alten Server transferiert. NFS-Server und Sendmail konfiguriert, Samba mit Windows-Domäne fertiggemacht, was zuerst einfacher ging als gedacht. Die Probleme mit den Profilen haben mich dann heute eingeholt.

NSLU2 aufgebaut mit 2 USB-Festplatten
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Die 32 MB RAM der NSLU2 ist mit NFS, Mail, IMAP4, Samba, SSH und den anderen Systemteilen zur Hälfte ausgelastet. Später hinzukommen wird noch CUPS. Von der gefühlten Performance ist das System mehr als Ausreichend. Gut, man sollte es mit Verschlüsselung nicht übertreiben (scp frisst die CPU), aber es ist gut benutzbar.

Heute habe ich alles im Rack eingebaut und nochmal nachgemessen. Mein alter Server mit USV, DSL-Modem und 5 Port-Switch lag bei 125W im Idle. Nach dem Umbau und Abschalten lag die NSLU2 mit 2 USB-Festplatten (einmal System, einmal Backup) und obigen Foo bei 52 Watt. Rechnet man noch die 13 Watt des WRT54GL hinzu bin ich bei 65 Watt, also knapp die Hälfte. Das kann alles noch ein bischen nach oben und unten schwanken, da die Seagate-Festplatten sich im Idle selbsttätig herunterfahren (auch die Systemplatte obwohl da ständig Betrieb drauf ist).

Nun fehlen noch Kleinigkeiten. Die Systemplatte soll nachts auf die Backupplatte gesynced und CUPS muss konfiguriert werden. Vielleicht tausche ich noch Programme aus, also ein kleinerer MTA (sollte SMTP-AUTH können) und Dovecot statt UW-IMAP. NFSv4 soll auch noch kommen.

Das gesamte Rack
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Was mir wirklich fehlt ist ein Tastatur- und Monitoranschluß an der NSLU2. Man kann wohl eine serielle Schnittstelle anlöten und könnte ein serielles Terminal anschließen, aber das wäre mir zuviel gebastel.

Nachtrag: Martin hat die Spassbremsen-Frage nach den Kosten der Aktion gestellt. Nun, bei 3,5KWh am Tag, wie in der Ausgangssituation, entstehen bei einen KWh Preis von 20 Cent jährliche Kosten von ca. 256 Euro (21 Euro im Monat). Der WRTG54GL-Router kostet 55 Euro, die NSLU2 75 Euro und die beiden Festplatten je 90 Euro macht 310 Euro. Also nach 1 Jahr und 3 Monaten rechnet sich soetwas. Bei den späteren 70 Watt sieht die Sache natürlich schon anders aus und man liegt bei über 2,5 Jahren.

Die letzten 24 Stunden verbrauchte die neue Lösung 1,6KWh, macht im Jahr 117 Euro oder 9,75 Euro im Monat.

Überlegungen zum NSLU2 Umstieg

22. Februar 2007 6 Kommentare

Gestern am späteren Abend bin ich dann endlich dazu gekommen den NSLU2 auszupacken und mal ein bischen mit dem Energie-Meßgerät rumzumessen. Der NSLU2 ist übrigends kaum größer als eine Bigbox Zigaretten-Schachtel und liegt bei etwa 18 Watt egal ob er idled oder was tut. Die Seagate USB-Platte liegt bei 13 Watt im Betrieb und 4 Watt wenn die Platte sich abgeschaltet hat. Dieser Umstand lässt mich nachdenklich werden. Würde ich das System im RAID1 betreiben läge das System bei 2*13+18 Watt = 44 Watt. Viel besser wäre es doch den NSLU2 mit einer Platte zu betreiben und Nachts einmal die zweite Platte zu syncen, da wäre ich bei 31 Watt – etwas weniger als die Hälfte der 70 Watt die mein jetziger Server im Idle zieht.

Da ich sowieso noch einen Drucker anschließen will, brauche ich zusätzlich einen USB-Hub. Dann könnte ich das Debian-System auf einen USB-Stick installieren und nur meine Daten auf die Platte auslagern. Die Idee mit dem Verschlüsseln der Daten habe ich aufgegeben, zwar hat das wohl schonmal jemand gemacht, lag aber bei etwa 1MB/Sek beim Schreiben – das ist mir dann doch zuwenig. Viel werde ich sowieso nicht erwarten, NFS-Server, Samba, SMTP/IMAP und Druck-Server, damit sollte das Ding gut zu tun haben.

Stromfresser NG

28. November 2006 6 Kommentare

Eine Zeit lang bin ich mit meinem Strommeßgerät in der Gegend rumgelaufen und habe für alles von Intresse den Stromverbrauch ermittelt. Mein Serverchen liegt im Moment bei ca. 70 Watt im Idle (macht irgendwas zwischen 10-15 Euro pro Monat) was angesicht der heute hereingeflatterten Stromrechnung einfach zu viel ist. Die Installation den Linksys Router wird die Lage nicht verbessern, denn nun mache ich Routing für 13 Watt extra. Was habe ich für Alternativen?

Ich könnte natürlich einfach den Server abschalten. Pro: Stromverbrauch drastisch gesenkt Contra: Keine eigene Ablage für Mail und Daten. Ich könnte einen Teil auf den Root-Server verlagern, aber meine persönlichen Daten gebe ich nur sehr, sehr ungern ausser Haus. Kleinere Hardware anschaffen. PC-Basiert darf sie aber nicht sein, denn die stromgünstigen Komponenten wie Mini-ITX sind sehr teuer, würde sich nie lohnen. Ein Thecus 2100 (THG Test) wäre geeignet, auf dem würde Debian hinreichend performant laufen, den Stronverbrauch würde ich auf 20-30 Watt schätzen. Allerdings liegt das Grundgerät bei 390 Euro plus 2 Festplatten bei 500 Euro – zu teuer. Linksys NSLU2 mit Debianslug oder nativer Unterstützung des Etch-Installers. 32MB RAM und 266Mhz CPU, bestimmt kein Performance-Monster aber bei geschätzten 12 Watt mit 2 Festplatten und etwa 280 Euro Anschaffungspreis sicher eine Herausforderung wert.

Tja, jetzt fehlt mir nur noch das Kleingeld. Ich werde wohl doch zu AdSense greifen müssen ;)

Stromfresser IV

29. März 2006 6 Kommentare

Das war ein Satz mit X. Nachdem mir der Stromverbrauch meines Server immer noch zu hoch erschien suchte ich nach Möglichkeiten den Verbrauch zu senken. Diese VIA-Nehemia/Epias haben in meinen Augen ein sehr schlechtes Preis-Leistungs Verhältnis. Beim Suchen stiess ich daher auf die AMD Geode 1750+ CPU, welche im Normalbetrieb mit 14 Watt Verbrauch angegeben ist und auf Volllast bei 25 Watt liegen soll. Vor ein paar Tagen kam das Teil an und heute Abend wanderte sie meinen Server. Getan hat sich leider nichts, denn der Server liegt immer noch bei ca. 80 Watt im Normalbetrieb. Ich war Anfangs guter Hoffnung, denn die CPU senkte in einen anderen System die Leistung von 80 auf 50Watt, allerdings nur bei FSB100. Im Server läuft sie im Moment mit FSB133 bei 1,5 Ghz und auch ein Absenken auf 800Mhz brachte fast nichts. Zufrieden bin ich damit nicht und ich muss wohl noch ein bischen Suchen um die Watt-Zahlen zu senken.

Zwei gute Sachen hatte Aktion aber auch: Zum ersten ist mir aufgefallen das der Lüfter des Netzteils defekt war und stand. Also erstmal anderes Netzteil eingebaut und in das alte kommt ein vernünftiger Ratzinger Papst-Lüfter rein. Zum anderen kommen nun endlich beim Booten wieder alle drei MDs wieder korrekt hoch und nicht so wie vorher nur das erste MD mit nur einer Platte. Woran es gelegen hat? Gute Frage. Ich tippe auf den neuen Kernel.

Stromfresser II

5. Januar 2006 Kommentare ausgeschaltet

So ein Wattmeter ist schon eine feine Sache. Heute hab ich mal näher geguckt, was mein Server verbraucht und was man daran ändern kann. Die erste Messung lag bei 170 Watt vor der USV. Bischen viel dachte ich erst. Mir fiel dann auf, das der Monitor (9-Zoll SW) mit angeschlossen war. Aus und weg waren 20 Watt. Nach ein bischen Testen wusste ich, das Switch und DSL-Modem mit ihren 1-2 Watt zu vernachlässigen waren.

Also direkt an den Server gegangen. Der lag zuerst bei 105 Watt bei 0% Auslastung, was bei Volllast kaum anstieg. Mir fiel dann ein, das ich einen KT266A-Chipsatz und nen Duron im Einsatz habe und das es da mal Probleme gab. Ein kurzes Suchen brachte athcool an den Tag und nach dem Einschalten zeigte das Wattmeter nur noch 75-78 Watt an. Der Rest war nicht so ergiebig: Festplatte abschalten 4 Watt (wer seinen Rechner mal spontan lahmlegen will, sollte versuchen auf einer abgeschalteten Festplatte etwas zu mounten), 300 Watt Netzteil gegen 145 Watt ausgetauschen hat nichts gebracht – im Gegenteil, ich hatte danach 4 Watt mehr auf den Zähler stehen.

Am Server kann ich also nicht also nicht soviel tun, aber die USV verbrät allein im Durchschnitt 50Watt. Das ist mir ein bischen viel, zumal die 1500VA nicht annähernd von mit benötigt werden. Vielleicht sollte ich die 400er reparieren, denn irgendwie ist mir das wichtig. Nuja, mal weitergucken.

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Stromfresser

4. Januar 2006 12 Kommentare

Wattmeter von Tchibo Diese Woche gibt es bei Tchibo ein Energieverbrauchs-Messgerät, auf Deutsch Wattmeter, für schmale 13 Euro. Da ich soetwas schon länger haben wollte und die Angebote bei Ebay und Co deutlich drüber liegen und auch keine 3 Jahre Garantie bieten habe ich zugegriffen.

Zuerst musste mein Server dran glauben, denn unsere letzte Stromrechnung umfasste 4000KWh, was laut Auskunft der Stadtwerke ca. 1000 KWh über den Durchschnitt liegt. Ich habe noch keine Vergleichs-Erfahrungen um das einzuordnen zu können. Unsere ‚grossen‘ Stromverbraucher wie Kühlschrank, Gefrierschrank, Geschirrspüler und Waschmaschine sind fast neu. Genauso der Heisswasser Kleinspeicher in der Küche, nur der in der oberen Toilette ist uralt, ist aber meistens aus. Sogar die Fernseher schalten wir mittlerweile nachts aus. Jedenfalls verbraucht mein Serverchen mit seiner 900er Duron CPU, 3 Festplatten, DVD-Brenner und seinen Netz- und ISDN-Karten ca. 3,5KWh am Tag, was im Jahr etwa 1280 KWh entsprächen. Ich schreibe das extra, denn er wurde erst vor kurzem aufgerüstet, vorher tat ein Via 600 darin seine Dienste.

Danach musste unser Wäschetrockner dran glauben. Das Gerät ist auch noch nicht alt und verbraucht pro Ladung etwa 2,2 KWh, das macht bei 8 Waschladungen pro Woche knapp 17KWh (ca.900KWh/Jahr). Zum Vergleich: Der Miele Gefrierschrank liegt bei etwa 1KWh am Tag!

Was sind nun die Konsequenzen? Gute Frage. Ich könnte den Server abschalten und vielleicht auf weniger stromfressendes wie den Linksys NSLU und WRT54GL oder ähnlichen ausweichen. Genauso könnten wir den Wäschetrockner abschaffen, wenn denn genug Platz für die Wäsche da wäre – bei 4 Personen ist das nicht gerade wenig. Toll ist das alles nicht. Vielleicht werde ich damit erstmal damit anfangen zu schauen, ob ich an der Server-Hardware etwas optimieren kann, ein Messgerät hab ich ja nun :)