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Sun ILOM Troubleshooting

Neuere Sun Server verfügen vielfach über das ILOM. Das ist ein Service-Prozessor, der unabhängig vom Betriebssystem auf dem Server läuft und folgende Features bietet:

  • Hardware Control (Ein-/Ausschalten), Inventar and Monitoring
  • Host Konfiguration und Administration (eingebautes KVM mit remote media)
  • SP Konfiguration und Administration
  • Logging, Auditing, Alerting (Alerts via email, SNMP Traps, IPMI)
  • Authentifikation: LDAP, RADIUS, Active Directory, Lokale Benutzer Konten
  • Dienste: SSH, HTTP(S), serielle Console

Eigentlich ein tolle Sache, besonders das Java-basierende KVM welches die Möglichkeit bietet lokale CD-ROMs und Disketten-Laufwerke oder Images als Emulation einzubinden. Das ILOM nimmt einen so fast jeden Grund sich vom Stuhl zu erheben.

Manchmal aber kann es hakelig werden. So habe ich fortwährend Probleme mit dem Firefox unter Linux. Bei KVM ist das nicht weiter schlimm, denn man braucht den Browser eigentlich nicht:

horatio: $ javaws https://ILOM-HOST/cgi-bin/jnlpgenerator-8

Letztens hatte ich folgende Meldungen:

cd-rom image redirection is not supported on this plattform oder cd-rom redirection has not been established

Diese entstehen, nicht weil das ILOM irgendein bestimmtes Betriebssystem haben will, sondern weil Komponenten auf Rechner fehlen, der das JAVA-Programm ausführt. Ein Blick in ~/ilomrc.log bringt meistens Klarheit. Bei mir sollte die Bibliothek libstdc++.so.5 fehlen, was aber nicht stimmte. Ein

LD_LIBRARY_PATH=/usr/lib:$LD_LIBRARY_PATH javaws https://ILOM-HOST/cgi-bin/jnlpgenerator-8

und alles funktionierte wie es sollte. Yay!

Wer braucht schon Quadcore?

Das gibt ordentlich Punkte beim Schwanzlängenvergleich:

root@unknown # prtconf | grep cpu | wc -l
64

Ein Bauchladen namens Sun

Nun ist die Ankündigung von Sun den Datenbankhersteller Mysql AB zu übernehmen etwas her. Man kann viel darüber lesen. Besonders die professionellen IT-Schreiberlinge überschlagen sich. Irgendwie erschließt sich mir der Sinn und Zweck noch immer nicht. Was wollen die mit einer Firma die, im Vergleich zu Sun, keinerlei Umsatz macht und es auch starke Zweifel gibt das sich je etwas daran ändern wird? Ich meine aus StarOffice hat Sun auch nie etwas gemacht. Ok, OpenOffice ist ein schönes Nebenprodukt aber daran verdienen sie auch nichts. Oder der Kauf von StorageTek. Ich habe täglich mit Sun-Hardware zu tun, aber von deren Storage hab ich noch nie etwas gesehen oder gehört, ganz so als wären die Nicht-existent. Mir drängt sich ein bischen der Verdacht auf, das man hier nur einen Namen kaufen wollte und hofft in Folge ein bischen mehr Hardware zu verkaufen. Warum man sich nicht auf das konzentiert was man kann, nämlich gute Server zu bauen, ist mir ein Rätsel.

Dabei gäbe es selbst dort noch was zu tun, denn anscheinend leidet die Server-Division unter Langweile. Wie wäre es denn mal damit die Service-Prozessoren (Remote-Management der Hardware via Console oder KVm) zu konsolidieren? Jede Hardware-Architektur hat nämlich seine eigene Art der Service-Prozessoren. Da gibt es ALOMs in den Sparcs, ILOMs in den grossen Galaxies und ELOMs in den X2100 und neuen Xeon-Kisten. D.h. jedesmal muss man sein System-Management anpassen, nur weil Sun mal wieder meint irgendwo nen Euro sparen zu können.

Einen dicken Arschtritt für Sun

Aber sowas von.

Kann ich auch nachvollziehen. Die Lieferzeiten sind lang und 6 Wochen für ein Build-to-Order System waren im letzten Jahrtausend tragbar - heute nicht mehr. Und beim BTO ist man schnell, denn die zwei bis drei Standard-Konfigurationen lassen immer zu wünschen übrig.

NetApp vs. Sun - Lasst die Spiele beginnen

Otmanix hat sich in seinem Blog Gedanken über Sun und NetApp gemacht:

Bei der Meinungsmache spielen auch Emotionen einen große Rolle. So versucht Suns CEO Schwartz geschickt die wichtige Open Source Gemeinde auf seine Seite zu ziehen, frei nach dem Motto “ZFS=Open Source=gut gegen WAFL=proprietär=böse“.

Genau, Meinungsmache, das bringt es auf den Punkt. Es wird PR auf ungewöhnlichen Wege gemacht und versucht die eigenen Truppen hinter sich zu bringen.

Vielleicht sehen wir ja Ungewöhnliches, z.B. das Sun in Erwartung eines verlorenen Prozesses ZFS unter GPL stellt. Oder das NetApp sein eigenes OS, Ontap, unter CDDL-Lizenz freigibt. Ein durchaus denkbares Szenario, da NetApp im Moment auf RAID4 setzt, welches bei immer größer werdenden Platten nicht mehr nutzbar sein wird. Stünde OnTap unter CDDL, könnte NetApp ZFS implementieren, anstatt das eigene WAFL weiter zu entwickeln. So ein Schritt erfordert natürlich eine smarte Firma, Chuzpe und ein Verzicht auf das NIH-Syndrom. Wirklich zutrauen würde ich es NetApp nicht.

Sun hingegen hat die Open-Source Karte schon gezogen, wenn auch halbherzig. Zitat Otmanix:

Dabei wird der Streit zwischen der im Linux-Umfeld verbreiteten GPL-Lizenz und der dazu inkompatiblen von Sun verwendeten CDDL-Lizenz möglichst unter den Teppich gekehrt. Eine Freigabe von ZFS und weiterer unter CDDL-Lizenz stehender Software unter der GPL(v3) will Sun aber wohl tunlichst vermeiden oder zumindest hinauszögern, um sich im Storage-Umfeld und Servermarkt von Linux abgrenzen zu können.

Letztendlich wird weder Sun noch NetApp gut aus der Sache herauskommen. Gewinnen wird Open-Source im Allgemeinen, sei es weil OSS-Lizenzen bestätigt, Patente geschleift oder Firmen ihre Kultur ändern. Daher sollen sie sich verklagen bis der Arzt kommt, mir soll es egal sein.

The Joy of Jumpstart

Ich habe seine Zeit gebraucht um mich in Solaris Jumpstart, richtigerweise JET (JumpStart Enterprise Toolkit), einzufinden. Es hat einige Installationen und Überlegungen gekostet, aber mittlerweile ist es für mich nicht mehr wegzudenken und der einzige wahre Weg um ein Solaris zu installieren.

Wenn man es richtig anstellt bekommt man eine homogene und auf die eigenen Bedürfnisse angepasste Installation, auch über Versions- und Architekturgrenzen hinweg. Egal, ob man Solaris 8, 9 oder 10 hat. Ob die Architektur nun Sparc oder i386 heisst. Das neue System kann mit fertiger Plattenspiegelung, konfigurierten Netzwerk (IPMP, VLANs inklusive), SAN MPIO und gehärtet an den Start gehen. Das man zu jeden erdenklichen Zeitpunkt der Installation Scripte ausführen kann sollte sich von selbst verstehen, genauso wie das übertragen beliebiger Dateien oder die Installation von Drittsoftware wie Veritas oder Blastwave.

Ein paar Features habe ich noch nicht ausprobiert, aber vor kurzem kamen die Flash-Archive hinzu. Dabei werden die Dateien einer Installation in ein Archiv gepackt. Dieses Archiv wiederum kann man JET vorlegen um damit identische Systeme zu installieren. Dabei verliert man aber nicht die oben genannte Flexibilität. Natürlich kann man keine Sparc-Installation auf ein i386-System bringen, aber man kann jede Einstellung ändern. IP-Adressen, Hostnamen - was man will. Auch das Down- oder Upgraden der Hardware ist damit möglich. Die Installation einer V240 auf eine V210 oder Umgekehrt? Kein Problem und Desaster-Recovery wird damit zum Kinderspiel.

Das sind Punkte wo man merkt, das man ein Enterprise-Betriebssystem vor sich hat und so manche Unzulänglichkeiten vergessen macht.

Sun System Manager N1 - Schatten und Licht

Ich schaue mir gerade den Sun System Manager N1 an und wir werden nur schwerlich Freunde. Die Idee dahinter, umfassendes Server-Hardware Management, Betriebsysystemverwaltung inkl. Provisionierung und Patch Management (Solaris, Suse, Redhat und Windows), ist gut. Was mich stört sind Fehlermeldungen wie diese

Eine Fehlermeldung (Java Exeption) des System Managers

oder diese

SunMC driver: getV3 failed: noError,-1

Man muss sich auch sklavisch an die Systemvorgaben halten. Das ging soweit, das ich nichtmal das System auf dem der System Manager läuft gepatched werden konnte, weil damit die Java-Version ausgetauscht wurde und nix mehr ging. Neue Firmware für die System Controller? Nicht freigegeben. Generisches IPMI (für nicht Sun Hardware)? Nada.

Auf der Haben Seite dafür eine schicke Übersicht mit den Systemen und deren Zustand, Alarmierung bei Hardware-Problemen, zentrales Patch Management und eine Shell in der Webobefläche für schnelles Arbeiten. So leicht werde ich es mir also nicht machen können.

Überall Open-Source - Teil 2

Die Sun Galaxy Server verfügen über das sogenannte Integrated Lights Out Management (Ilom). Dazu gehören ein serieller Anschluß für die Verbindung über einen Consolen-Server und ein Net-Management Port, der via SSH und HTTPS erreichbar ist. Sie bieten zusammen allerlei Möglichkeiten den Server Fernzusteuern, vom Zugriff über eine serielle Console, Power Management bis hin zur Umleitung des Video-Signals via Java-Applet inkl. Cdrom/Disketten oder Image Integration (tut auch unter Linux!). Also nicht weiter verwunderlich, das ein Firmware-Image um die 20 MB gross ist. Startet man das Ilom neu, so sieht man ein Linux booten (natürlich ohne Beeinflussung des eigentlichen OS auf dem Server).

Sascha hat dann auch herausgefunden um welches Linux es sich handelt:

SSH-2.0-OpenSSH_3.8.1p1 Debian-8.sarge.4

Wie, kein Ubuntu?

Howto clone an Solaris installation

Lets say you have two disks. c0t0d0s0 with the original installation and c0t1d0s0 as the clone. Booting in single user mode is not required as long as you stop most of your services. Letting ssh run and do actually the cloning is ok. First we copy the
partition table:

$ prtvtoc /dev/rdsk/c0t0d0s0 > /tmp/bla
$ fmthard -s /tmp/bla /dev/rdsk/c0t1d0s0
fmthard:  New volume table of contents now in place.

Now we need a filesystem

$ newfs /dev/rdsk/c0t1d0s0
newfs: /dev/rdsk/c0t1d0s0 last mounted as /
newfs: construct a new file system /dev/rdsk/c0t1d0s0: (y/n)? Y

Mount it

$ mount -F ufs -o rw /dev/dsk/c0t1d0s0 /mnt

and copy the contents of the root filesystem

$ ufsdump 0f - / | ( cd /mnt; ufsrestore xvf - )
Add links
Set directory mode, owner, and times.
set owner/mode for ? [yn] y
Directories already exist, set modes anyway? [yn] y
  DUMP: 123456 blocks (567.89MB) on 1 volume at 388 KB/sec
  DUMP: DUMP IS DONE

If there are more filesystems (/var, /usr or /export/home) you have to repeat the steps above exept the cloning of the partition table. Don’t forget to edit the vfstab if you plan to boot from c0t1d0s0:

vi /mnt/etc/vfstab

To make it bootable this will help on an sparc-based system

$ /usr/sbin/installboot /usr/platform/`uname -i`/lib/fs/ufs/bootblk /dev/rdsk/c1t2d1s0

and this on an i386 system:

$ installgrub -m /boot/grub/stage1 /boot/grub/stage2 /dev/rdsk/c0t1d0s0

Done.

Starke Diskrepanz

Es gibt wohl keine Firma, wo die Diskrepanz zwischen der Geschwindigkeit der eigenen Server-Hardware und der eigenen Website so gigantisch ist wie bei Sun. Versuche sich zeitnah durch docs.sun.com oder anderen Systemen zu klicken bedürfen guter Vorbereitung wie starker Kaffee und Coffein-Tabletten, damit man dabei nicht einschläft. Ein übriges tut die Navigation innerhalb der Seiten, man könnte denken Tim Berners-Lee hat noch selbst Hand angelegt.