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Der nette Sun-Mitarbeiter
Manche Dinge sind nicht todzukriegen, wie zum Beispiel Server mit Solaris 8. Neue gibt es (zum Glück) keine mehr, aber manchmal muss dann doch Hand angelegt werden. Nur was tun wenn man Pakete für Version 2/04 benötigt, die CD-Schuber aber nur 2/02 enthalten? Als Internet-Kind wirft man natürlich reflexartig den Browser an, nur um festzustellen das man eher Interna der NSA findet, als das was man sucht. Also ganz Old-School ins IRC gegangen und herumgefragt – und tatsächlich. Jemand kann aushelfen und gibt sich im nachhinein als Sun-Mitarbeiter aus. Das nennt sich Service! Nochmal meinen herzlichen Dank!
Links for 2008-08-25
- Redhat perl. What a tragedy. – OMFG!
- Wenn Computer sich wehren könnten – via Dirk
- Sun for sale? – “also mentioned Microsoft as a possibility” *shudder*
Sun CMT Kochstudio
Die Erklärung der CMT-Technologie anhand des Kochens habe ich schon auf der Cebit gehört und sie war auch einfacher gehalten und imho treffender, aber hey Humor haben sie trotzdem:
Haste forcedeth, haste Ärger – die Auflösung
Mittlerweile kann ich sagen, das sich die Probleme mit dem forcedeth-Treiber gelegt haben. Selbst bei dauerhaften Netzwerk-Verkehr im Gigabit-Bereich und den entsprechenden Festplatten-IO bleibt alles ruhig. Ausschlaggebend war der Boot-Parameter pci=nomsi und die massive Anhebung des Modul-Parameters max_interrupt_work auf 120.
So gut, so schön. Eine Sache bleibt aber noch: der Boot-Parameter pci=nomsi scheint die Wunderwaffe für allerlei Wehwehchen des Linux-Kernels zu sein. Und was ist MSI?
Message Signaled Interrupts, in PCI 2.2 and later and PCI Express, is an alternate form of interrupt from the traditional pin-signalled system; instead of asserting a given IRQ pin, a message is written to a segment of system memory. Each device can have from 1 to 32 unique memory locations in which to write MSI events to. An advantage of the MSI system is that data can be pushed along with the MSI event, allowing for greater functionality.
Wikipedia.org
Der Linux forcedeth-Treiber scheint damit wohl Probleme zu haben und dann schaltet man es eben ab. Ein besserer Treiber wäre mir lieber.
Wer braucht schon Quadcore?
Noch mehr Punkte bei schwanz.sh:
root@unknown # prtconf | grep cpu | wc -l 96
*rumproll*
Sun CMT: Heilsbringer oder lahme Ente?
Jörg kann sich ja immer wunderbar über, aus seiner Sicht, ungerechtfertiger Kritik an Dingen auf denen Sun steht aufregen. Im Moment hat er es mit Kai Siering und seiner Sicht auf Suns CMT Technologie.
Mir ist das ehrlich gesagt vollkommen egal, was für Technik da drin steckt und wie alt die evtl. sein mag, entscheidend ist doch was dabei rumkommt. Klar, die CMT-Prozessoren mögen mit 1,2Ghz und 1,6 Ghz auf den ersten Blick etwas lahm erscheinen, aber die schiere Masse kann das mehr als wett machen. Es ist schon beeindruckend wenn ein System 64 oder 96 CPUs meldet, noch viel beeindruckender ist es so ein System bei der Arbeit zu sehen. Wichtig ist dabei die richtige Anwendung. Was nützt mir ein Dual-Quadcore System, wo sich die 3 Ghz CPUs langweilen, weil hauptsächlich Daten durch das Internet geschoben werden – ein Scenario das heutzutage nicht unüblich ist. Die CPU macht die Sache nicht schneller. Applikationen wie SpamAssassin oder Diablo haben fast keinerlei Nutzen von solchen GHZ-Monstern, sie brauchen viele Prozessoren fast egal wie schnell, nicht wenige schnelle. Hier liegt die große Chance und Nutzen der CMT Maschinen.
Leider gibt heutzutage noch immer viel zu viel Software die nur auf Single-Cores vernünftig läuft, ein Problem das sich aber hoffentlich in den nächsten Jahren legen wird. Bis dahin werden vielleicht auch Intel und AMD nachgezogen haben und wird es etwas ganz normales sein.
Achja, den Stromverbrauch hätte ich fast vergessen. Der liegt (als grober Daumenwert) bei 3:1, also drei Intel-Maschinen gegen eine CMT. Bleibt ein Wermuts-Tropfen: die Dinger spielen preislich nicht in der i386-Liga. Ob sie sich rechnen liegt an der Applikation, dem Workload und den dabei verbrauchten Strom – und hier schließt sich der Kreis. Da muss jeder selbst nachrechnen. Man muss sich also eine Meinung bilden oder einfach weiter mit seinen Weltbild leben.
Haste forcedeth, haste Ärger
Es gibt Netzwerk-Hardware unter Linux von der sollte man die Finger lassen. Karten mit RTL- oder VIA-Rhine Chipsätzen können funktionieren – müssen es aber nicht. Genauso sieht es mit Nvidia-Chipsätzen aus, dessen forcedeth-Treiber eine richtige Schneise durch Linux-Foren gezogen hat.
Intressanterweise gibt es Server-Hersteller, wie z.B. Sun, die so etwas verbauen. Deren ersten Opteron-Server hatten noch vier e1000-Karten für die es imho die besten Treiber gibt die man unter Linux haben kann. In der folgenden M2-Serie gab es dann zwei Nvidia und zwei e1000 Karten, eine Entscheidung für die Sun (zu Recht) ordentlich Prügel eingesteckt hat. Man gab sich geläutert und versprach zukünftig das Mixen zu lassen. Wer nun denkt es gäbe wieder vier e1000-Karten liegt falsch, denn z.B. die X4240 hat vier Nvidia-Karten, womit der Spass selbst unter dem supporteten RHEL losgehen kann.
Sun wurde wohl schon selbst davon getroffen, denn in den Server Product Notes gibt es den schönen Eintrag Heavy, Sustained Disk and Network I/O Might Cause Server to Hang or Display “Soft Lockup” Message, der aber nur eine mögliche Fehlermeldung beschreibt. Viel Bekannter dürfte die hier sein:
too many iterations (6) in nv_nic_irq
Damit muss der Spass aber noch nicht Zuende sein, denn an kann nämlich auch noch
kernel: NETDEV WATCHDOG: eth0: transmit timed out kernel: eth0: Got tx_timeout. irq: 00000037 kernel: eth0: Ring at 1213a2000 kernel: eth0: Dumping tx registers
sehen. Danach ist die Netzwerkkarte tot. Tja und nun kann man Anfangen zu raten. Das Internet ist voll von Lösungsansätzen, die aber alle nicht wirklich passen wollen. Ich hab fürs Erste das tcp segmentation offload des Treibers mit
ethtool -K eth0 tso off
abgeschaltet. Seitdem ist Ruhe – fragt sich nur wie lange und ich kann in der Zwischenzeit mal darüber nachdenken, warum Sun die Nvidia-Netzkarten für eine gute Lösung hält.
Update: Nö, hilft nix. Notfalls kann man im laufenden Betrieb rmmod forcedeth; modprobe forcedeth machen, dann spart man sich einen Neustart.
Sun ILOM Troubleshooting
Neuere Sun Server verfügen vielfach über das ILOM. Das ist ein Service-Prozessor, der unabhängig vom Betriebssystem auf dem Server läuft und folgende Features bietet:
- Hardware Control (Ein-/Ausschalten), Inventar and Monitoring
- Host Konfiguration und Administration (eingebautes KVM mit remote media)
- SP Konfiguration und Administration
- Logging, Auditing, Alerting (Alerts via email, SNMP Traps, IPMI)
- Authentifikation: LDAP, RADIUS, Active Directory, Lokale Benutzer Konten
- Dienste: SSH, HTTP(S), serielle Console
Eigentlich ein tolle Sache, besonders das Java-basierende KVM welches die Möglichkeit bietet lokale CD-ROMs und Disketten-Laufwerke oder Images als Emulation einzubinden. Das ILOM nimmt einen so fast jeden Grund sich vom Stuhl zu erheben.
Manchmal aber kann es hakelig werden. So habe ich fortwährend Probleme mit dem Firefox unter Linux. Bei KVM ist das nicht weiter schlimm, denn man braucht den Browser eigentlich nicht:
horatio: $ javaws https://ILOM-HOST/cgi-bin/jnlpgenerator-8
Letztens hatte ich folgende Meldungen:
cd-rom image redirection is not supported on this plattform oder cd-rom redirection has not been established
Diese entstehen, nicht weil das ILOM irgendein bestimmtes Betriebssystem haben will, sondern weil Komponenten auf Rechner fehlen, der das JAVA-Programm ausführt. Ein Blick in ~/ilomrc.log bringt meistens Klarheit. Bei mir sollte die Bibliothek libstdc++.so.5 fehlen, was aber nicht stimmte. Ein
LD_LIBRARY_PATH=/usr/lib:$LD_LIBRARY_PATH javaws https://ILOM-HOST/cgi-bin/jnlpgenerator-8
und alles funktionierte wie es sollte. Yay!
Wer braucht schon Quadcore?
Das gibt ordentlich Punkte beim Schwanzlängenvergleich:
root@unknown # prtconf | grep cpu | wc -l
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Ein Bauchladen namens Sun
Nun ist die Ankündigung von Sun den Datenbankhersteller Mysql AB zu übernehmen etwas her. Man kann viel darüber lesen. Besonders die professionellen IT-Schreiberlinge überschlagen sich. Irgendwie erschließt sich mir der Sinn und Zweck noch immer nicht. Was wollen die mit einer Firma die, im Vergleich zu Sun, keinerlei Umsatz macht und es auch starke Zweifel gibt das sich je etwas daran ändern wird? Ich meine aus StarOffice hat Sun auch nie etwas gemacht. Ok, OpenOffice ist ein schönes Nebenprodukt aber daran verdienen sie auch nichts. Oder der Kauf von StorageTek. Ich habe täglich mit Sun-Hardware zu tun, aber von deren Storage hab ich noch nie etwas gesehen oder gehört, ganz so als wären die Nicht-existent. Mir drängt sich ein bischen der Verdacht auf, das man hier nur einen Namen kaufen wollte und hofft in Folge ein bischen mehr Hardware zu verkaufen. Warum man sich nicht auf das konzentiert was man kann, nämlich gute Server zu bauen, ist mir ein Rätsel.
Dabei gäbe es selbst dort noch was zu tun, denn anscheinend leidet die Server-Division unter Langweile. Wie wäre es denn mal damit die Service-Prozessoren (Remote-Management der Hardware via Console oder KVm) zu konsolidieren? Jede Hardware-Architektur hat nämlich seine eigene Art der Service-Prozessoren. Da gibt es ALOMs in den Sparcs, ILOMs in den grossen Galaxies und ELOMs in den X2100 und neuen Xeon-Kisten. D.h. jedesmal muss man sein System-Management anpassen, nur weil Sun mal wieder meint irgendwo nen Euro sparen zu können.