Artikel-Schlagworte: „Support“
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Ubuntu Dapper LTS – Sicherheits-Risiko mit Ansage
Das Thema Long Term Support für Ubuntu hatte ich schonmal. Genau genommen geht es um die Frage was bei Ubuntu 6.06 LTS fünf Jahre Support geniesst und was nicht. Mittlerweile wurde die FAQ auf Stand gebracht und was man da so liest jagt mir Schauer über den Rücken. Es fängt damit an:
How does the package system (apt) know what to install/update (server or desktop packages)?
It doesn’t. The sysadmin should know what he/she is installing. While upgrading/updating packages (apt-get update && apt-get upgrade) apt will update only the packages already installed on the system.
Ok, als Admin _sollte_ man wissen was man tut – die Wirklichkeit sieht leider anders aus. Fragt mal Server-Hoster. Richtig spannend wird es hier:
What (packages/repositories) will be supported?
Not all packages in the main repository are supported, there is a list of supported Dapper packages here: http://people.ubuntu.com/~cjwatson/seeds/ubuntu-server-dapper/server These packages are supported 5 years. All other packages in main are supported 3 years, all other packages (universe, multiverse) are not supported. Be aware that apt does not check if a package is supported or not, you have to do that on your own.
Die verlinkte Liste ist für mich nicht plausibel. Geht es nach ihr sind viele wichtige Teile nach drei Jahren nicht mehr Supported. Kein apt, kein dpkg, keine libc6 – nicht einmal die bash. Meinen die das ernst?
Ich habs mal ernst genommen und wenn man diese Liste, die imho die andere Liste genauer spezifiziert, mit einen Kubuntu Dapper abgleicht bleiben von ca. 1400 installierten Paketen nach dem Juni 2009 nur noch 300 supportete Pakete übrig. Viel Spass beim aufräumen!
Ganz ehrlich: Für mich ist das Konzept des LTS ziemlich unausgegoren und wenn Ubuntu nicht aufpasst wird das ein ausgewachsene Sicherheits-Debakel für sie.
Warum kommerzielle Software lähmt und Open Source ehrlicher ist
Ich finde den Unterschied zwischen proprietärer/kommerzieller Software und Open Source manchmal recht frappierend. Man merkt es den Leuten an welche Art der Software sie bevorzugen. Da sind die, die scheinbar auf Nummer sicher gehen. Grosse Hersteller-Firma, grosse Versprechen von Support, das typische Cover-your-Ass Business. Sie sind zögerlich im Umgang mit der Software, nur nichts falsch machen und lieber dreimal den Lieferanten fragen oder besser gleich ihn machen lassen. Entschädigt werden sie dafür aber kaum, denn das Support-Versprechen hat oft eine Fussnote die in etwa mit denen in Handy-Werbungen vergleichbar ist. Kleine Schrift und viele Fussangeln. Da ist dann die Rede von Support-Matrizen, es wird geprüft ob überhaupt ein Fehler vorliegt, immer neue Daten oder Konfigurationen angefordert. Das dauert, es lähmt. Denn Reaktions- und Wiederherstellungszeiten sind äußert dehnbare Begriffe und das am Ende ein Lösung steht ist auch nicht immer gegeben.
Auf der andere Seite gibt es Menschen die ganz bewusst auf Open Source setzen. Sie kennen sich aus, haben keine Berührungsängste mit ihrer Software, gehen mit Fehlern anders um. Für sie gibt es kein Support-Versprechen, denn sie wissen von Anfang an: Wenn Du ein Problem hast dann ist es dein Problem. Das macht Open Source ehrlicher, berechenbarer.
Sun und Ubuntu
Sun und Ubuntu haben irgendwann mal einen Vertrag geschlossen. Worum es genau geht erschließt sich mir nicht. Mal sagt der CEO Sun würde Ubuntu/Canonical mit seinen Patenten vor Klage schützen, mal gibt es einen Software-Stack für Ubuntu. Wenn es aber um Ubuntu auf Sun Servern geht sieht es sehr dunkel aus. Nicht Supported, kein Service-Plan erhältlich und Ubuntu LTS auf aktueller Sun Hardware zu installieren ist mit viel Gefrickel verbunden. Irgendwie hätte ich da mehr erwartet, denn angekündigt ist es schon etwas länger.
MS Support in drei Worten
Wir haben es doch alle irgendwie gewusst:
The three R’s of MS tech support: Retry, Reboot, Reinstall …
Da fällt mir noch ein viertes R ein: ROTFL
via IRC