Archiv

Artikel Tagged ‘Villa Seemann’

Nicht ohne USV

7. November 2010 4 Kommentare

Donnerstag wollte ich in den Keller. Ich drückte den Lichtschalter und es machte *Bumm* da unten und alles blieb dunkel. Nun ist es so, dass wir damals als wir dem Haus vor dem Einzug eine komplett neue Elektro-Verkabelung verpasst haben, ich darauf geachtet habe, dass mein Serverkram im Keller eine eigene Absicherung bekommen hat, die nicht an den FI-Schaltern hängt. Ich also runter, Sicherung wieder rein und beim Einschalten wieder *Bumm*

Beim Suchen der Fehlerursache mit der Taschenlampe hörte ich ein Piepen und war froh, das es ein Lebenszeichen meiner USV war. Die Ursache war denn auch schnell ausgemacht. Das einzige Stück Kabel, welches wir damals nicht erneuert hatten war durchgeschmort. Zum Glück war es nur die Zuleitung zum Lichtschalter und so konnte ich es gefahrlos abkneifen und am Samstag erneuern. Natürlich muss ich dafür die Sicherung ausschalten, aber durch die USV war das kein Problem.

Bei dem etwas älteren Bild fällt mir ein, dass ich meine Infrastruktur mal wieder erneuern muss. So ein Seagte Freeagent Dockstar wäre sicher eine gute Ablösung.

Jörn der Baumeister – Halbzeit auf dem Hof

15. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Nach ein paar Wochen Buddelei ist es nun endlich soweit: der Hof ist einmal umgegraben und durchgesiebt. Eigentlich wollte ich schon letzte Woche soweit sein, aber irgendwie fiel immer Wasser vom Himmel. Manche Stellen waren verdammt mühselig. Man kam nur Zentimeterweise voran und hatte pro Quadratmeter eine Schubkarre voll Schutt, während andere Teile des Hofs sich mühelos umgraben ließen. Pünktlich zur letzten Schubkarre ging dann auch das Sieb kaputt.

Wie man auf den Bildern gut sehen kann ergab das hohe Sandhaufen, welche aber schon am Sonntag zur Hälfte wieder verteilt waren. Als Konsequenz habe ich nun ca. 10qm³ Bauschutt in der Auffahrt liegt. Diese später in eine Mulde zu verfrachten wird noch ein Spaß allererster Kajüte. Nunja, wie man auch sieht haben wir allerlei Dinge gefunden. Neben sehr schönen alten Fliesen auch recht Sonderbares.

Jörn der Baumeister – die Handpumpe

23. Mai 2009 3 Kommentare

Gut Ding will Weile haben oder so. Fast anderhalb Jahre nach Fertigstellung der Zisterne kann nun auch endlich Wasser entnommen werden. Eigentlich ist es nur ein Provisorium, aber sie funktionert:

Die Handpumpe an der Zisterne

Wenn ich mit dem Hof fertig bin, muss ich mir mal Gedanken um eine vernünftige Lösung inkl. Hausanschluß machen. Hoffnungen in diesem Jahr noch fertig zu werden habe ich nicht.

Jörn der Baumeister – Ein neuer Hof

5. April 2009 4 Kommentare

Nachdem es im letzten Jahr recht ruhig war in Sachen Villa Seemann, soll es dieses Jahr deutlich mehr Aktivitäten geben. Den Anfang macht unser Hof, welcher so aussah:

Mehr…

Einen Kaffee, einfach einen Kaffee

5. April 2008 4 Kommentare

Früher[tm] war die Welt so einfach. Bestellte man einen Kaffee wurde genickt, in seltenen Fällen wurde noch ‚koffeinfrei?‘ gefragt und die Bestellung ausgeführt. Heutzutage ertönt ein monotoner Sprechgesang der Bedienung:

Cappucino, Latte, Latte Machiato, Espresso, Mokka, French, Americano, Arrabica, Ristretto oder Lungo?

Sagt man dann ‚Einen Bohnenkaffee, bitte‘ erntet man meistens seltsame Blicke, aber immerhin man bekommt ihn (noch). Die Welt ist kompliziert geworden, selbst bei so scheinbar einfachen Sachen wie Kaffee. Das schoss mir heute durch den Kopf, als wir in der Elektrowaren-Abteilung standen und diese neumodischen Kaffeemaschinen zu Preisen von Kleinwagen anschauten. Was die nicht alles können! Die haben LCD-Display, Internet-Zugang und Klingelton-Download – könnte man meinen. Wir haben dann auch eine gekauft, aber die ist Senoiren-Kompatibel. Ein paar Druckknöpfe und zwei Drehregler müssen reichen – zu mehr Fortschritt bin ich im Moment nicht bereit.

Die Sat-Anlage ist fertig

3. Februar 2008 3 Kommentare

Gestern war wieder schönes, klares, kaltes Wetter. Beste Vorraussetzungen also mit der Sat-Anlage weiter zu machen. Zuerst habe ich die Verkabelung des Multischalters beendet. Unter der Woche hatte ich die Verbindungskabel zwischen Multischalter und den Erdungsblöcken fertiggemacht und so dachte ich, das würde nun zügig vorangehen. Leider hab ich nicht mit meiner Verpeiltheit gerechnet. Zuerst ist mir aufgefallen das ich zwei Astra LNB-Kabel gleich markiert hatte, dann dachte ich mir bei den Kabeln für den Hotbird-LNB ‚Och, die LNB-Kabel sind viel zu lang, mal kürzer machen‘. Als ich dann den Seitenschneider beim letzten Kabel ansetzte fiel mir dann wieder ein, das die Markierungen nun weg sind. Tja, was man nicht im Kopf hat muss man eben in den Beinen haben und so folgte eine Leiter rauf und runter Nummer. Trotzdem ist das Ergebniss ganz ansehnlich:

Die Verkabelung des Multischalters

Anschließend folgte das ziehen des ersten Kabels vom Multischalter ins Wohnzimmer. Dafür musste ich zuerst eine Stelle im Dachstuhl vom Anbau finden wo ich ein Loch bohren konnte, um das Kabel ins Freie zu ziehen. Dann kamen Rohre in den das Kabel an der Hausaussenwand Platz fand und die Bohrung ins Haus. Dort, im vorderen Keller, dann wieder Rohre für das Kabel. Die Bohrung in den hinteren Keller hatte ich schon vor geraumer Zeit gemacht, weil ich vorhatte dort eine Telefonleitung zu legen, also Arbeit gespart. Genauso brauchte ich dort auch keine Rohre legen – alles schon vorhanden.

Als nächstes habe ich auf dem Dachboden eine Abrollvorrichtung für die Koax-Kabel Rolle gebaut und dann das Kabel ins Freie gezogen. Ich hab gleich 30 Meter abgerollt und dann durch die ganzen Bohrungen und Rohre ins Wohnzimmer durchgeführt. Langsam wurde es Dunkel, der Ehrgeiz aber lies nicht nach – ich wollte unbedingt das erstemal SAT-TV gucken. Also provisorisch das Kabel im Wohnzimmer verlegt und den Kathrein-Receiver angeschlossen. Es folgte ein lange Arie mit Schlüssel drehen und immer nur den auf 28 Grad Ost zu finden. Das ging so bis später Abend. Mark kam noch vorbei um zu helfen, aber trotzdem nix. Entnervt hab ich dann aufgegeben. Wir haben noch rumgerätselt, ob nicht doch irgendein Giebel dazwischen wäre. Von Zweifeln genagt hab ich dann in Google Earth nachgeschaut, denn dort kann man die Himmelsrichtungen sehr gut erkennen, um dann Pi mal Daumen zu peilen, ob in 19,2 Grad etwas dazwischen ist. Es konnte aber Entwarnung gegeben werden.

Heute dann gleich Nägel mit Köpfen gemacht. Den alten Fernseher aus den Keller geholt und hinten bei der Schüssel aufgebaut, Sat-Finder mit dran – man kann ja nie Wissen. Wieder hab ich nur 28 Grad Ost gefunden. Ich hab dann nochmal alle Anschlüße am den LNBs nachgezogen und die Elevation erhöht und siehe da: Astra 1D auf 19,2 Grad und Hotbird auf 13 Grad Ost waren fast Augenblicklich da.

Der Versuchsaufbau

Also die Kabel im Wohnzimmer verlegt und Dreambox aufgebaut. Gemini folgt irgendwann später. Auch werde ich noch ein Kabel ins Wohnzimmer für den PC legen und eines ins Schlafzimmer. Vielleicht muss ich noch einen Tick an der Schüssel drehen, denn der Empfang auf Hotbird ist nicht so dolle.

Der Blick aus dem Haus auf die Schüssel

Achja, die Erdung fehlt noch. Das ist aber ein Thema für das Frühjahr, denn das heisst buddeln und Erdungsspieße in den Boden hauen.

Sat-Anlage: Es geht weiter

27. Januar 2008 Kommentare ausgeschaltet

Eigentlich hatte ich gestern etwas anderes vor, aber das zerschlug sich und so ging es weiter mit der Sat-Anlage. Die Wolken hingen den ganzen Tag tief und ich rechnete beinahe Augenblicklich mit einen Regenschauer und so fing ich im Schuppen an einen Holzrahmen unter eine Fermacell-Platte zu basteln. Dank Ikea hatte ich auch mehr als genug kleine Nägelchen rumliegen, kaum zu glauben was bei diversen Schrankaufbauten so alles liegengeblieben ist. Als die Platte fertig war, habe ich sie auf den Dachboden vom Anbau gebracht. Dort landete sie als Befestigung für Multischalter und Erdungsblöcke (die leider noch fehlen) an der Wand.

Die Fermacell-Platte mit aufgeschraubten Multischalter

Noch was zum Multischalter. Das ist ein SMS 9949 NF von Spaun. Die Multischalter dieses Herstellers haben einen sehr, sehr guten Ruf was Qualität und Signalverhalten angeht. Das Gerät ist kaskadierbar, hat noch einen zusätzlichen Eingang für terristrischen Empfang und eine Stand-by Schaltung. Das heisst er schaltet sich, wenn er nicht benutzt wird von 16 Watt auf 1,5 Watt herunter, etwas nicht selbstverständliches bei Multischaltern.

Als nächstes waren die LNBs dran. Der Multifeed-Halter von Fuba ist wirklich was für DAUs. Neben einer Grad-Skala und gibt es einen Beileger auf dem genau aufgezeichnet ist wo die LNBs für Astra und Hotbird (oder andere Satelliten) angeschraubt werden müssen. Man benötigt lediglich einen Schraubendreher um alles zu montieren. Die LNBs werden geklemmt und der Multifeed-Halter mit einer Schrauben am Ausleger befestigt.

Der Multifeedhalter vor dem Zusammenbau

Da sich das Wetter nicht änderte, es aber auch keinerlei Anstalten machte zu regnen wurde ich mutiger und fing an die Planungen für die Verkabelung der LNBs zum Multischalter zu machen. Herausgekommen sind zweimal vier Kabelstränge welche durch die Wetterabdeckung des LNBs zusammengehalten wurden. Vorsorglich habe ich die Kabel an beiden Enden beschriftet, damit ich später beim Verkabeln des Mutischalters nicht durcheinander komme. Jetzt steht also an jedem Kabelende welcher Satellit (Astra, Hotbird), das Band (Highband, Lowband) und die Polarisation (Horizontal, Vertikal).

Der Kabelbaum vor dem Anbau

Und so sieht alles Montiert aus:

Der Kabelbaum vor dem Anbau

Sogar die Schüssel konnte ich später noch so Pi mal Daumen ausrichten. Abends dann merkte ich das schon wieder viel zu lange Herbst bzw. Winter ist und ich wieder voll ausser Übung gekommen bin was körperliche Arbeiten angeht. Die Kinder haben auch den ganzen Tag draussen gespielt und dem entsprechend Platt am Abend. Ein voller Erfolg also – für Alle.

Es geht los mit der Sat-Anlage

20. Januar 2008 4 Kommentare

Dieses Wochenende ist es nun endlich mit der Sat-Schüssel losgegangen. Das Wetter gestern war nicht sonderlich toll. Es hat eigentlich immer mal mehr, mal weniger geregnet, aber trotzdem juckte es mich nun endlich loszulegen. Zudem wollten meine Schwiegerelter vorbeischauen und mir ein Mastrohr und paar helfende Hände mitbringen. Zuerst mußten ein paar Kannichenställe dran glauben, die sowieso nicht mehr in Benutzung waren. Als dann meine Schwiegereltern da waren, bin ich mit Paul, Max und Ulli zum örtlichen TV-Großhandel gefahren, um Masthalter zu Apothekenpreisen (Internet: 15 Euro, local dealer: 34 Euro) zu erstehen.

Ulli hat dann das Mastrohr gekürzt und die Wandhalter angebaut. Danach habe ich die Schüssel an den Mast gebaut, was wirklich sehr einfach war. Die Fuba-Schüssel macht einen sehr gut verarbeiteten Eindruck und ist mit ein paar Handgriffen montiert, sogar ein Winkelmesser für die Elevation ist eingebaut und so sieht es im Moment aus:

Die Sat-Schüssel am AnbauDer Masthalter in Grossansicht

Die Schüssel ist noch gedreht, um die Montage der LNBs und der Verkabelung zu erleichtern. Später wir sie dann gedreht, ein Stück höher geschoben und das Rohr entsprechend abgeschnitten.

Heute habe ich dann noch eine Kleinigkeit erledigt, indem ich eine Steckdose auf dem Dachboden des Anbaus angebracht habe. Sie wird den Multischalter und evtl. später einen WLAN-Accesspoint für die Terrasse mit Strom versorgen.

Schicke Steckdose, nech?

Bleibt zu hoffen, das es nun keinen Wintereinbruch gibt. Bei Kälte zu arbeiten macht so gar keinen Spass.

Indiana Jörn und die Zisterne des Todes

14. April 2007 3 Kommentare

Mein erster Versuch die Zisterne zu finden scheiterte kläglich. Ich schüttete die Löcher wieder zu und hatte mehr Fragen im Kopf als vorher. Vielleicht hätte ich einfach warten sollen bis mein Nachbar Roland wieder aus den Urlaub kommt, denn bei einer Freitäglichen Unterhaltung zeigte er mir wo ich zu graben hätte: In Verlängerung des gefundenen Rohres, kurz vor den Rhodedendren.

Da ich keine grosse Lust hatte mich wieder durch den Bauschutt zu wühlen, liess ich ersteinmal die Kinder ran ;)

Max und Paul machen den Anfang und Buddeln
Klicken für grosses Bild

Und siehe da: kein Bauschutt und in 60 cm Tiefe aufeinmal eine Steinplatte und ein Loch zum reingucken. Ich habe ersteinmal einen Zollstock reingehalten und er verschwand in voller Länge – kein Widerstand – nix, obwohl immer gesagt wurde sie wäre mit Bauschutt verfüllt. Roland kam und freute sich mit mir.

Gefunden!
Klicken für grosses Bild

Also angefangen grossflächig freizulegen. Gegen Nachmittag hatte ich Dreiviertel der Abdeckung freigelegt und konnte besser reingucken. Das Wasserrohr wollte ich zuerst durchsägen,weil ich dachte das es die Zuleitung für die nicht mehr existente Handpumpe wäre, aber dann viel mir ein das wir hinten im Garten ja noch einen Wasserhahn haben. Die Zisterne soll rund und einen Innendurchmesser von 100 Zoll = 2,5 Meter haben, was etwa 8 bis 9m³ Fassungsvermögen entspricht. Am Grund sieht man einen der zwei Zollstöcke die mir beim Loten reingefallen sind.

Der Einstieg zur Zisterne ist fast freigelegt
Klicken für grosses Bild

Später habe ich noch die Sandberge mit Hilfe der Kinder abgefahren (endlich mal wieder rangekriegt die Kleinen), denn die Aktion wird länger dauern. Morgen werde ich den Einstieg komplett freilegen und mal eine Kerze abseilen um zu schauen ob da unten genug Sauerstoff ist – schließlich war das Ding fast 40 Jahre zu.

Kinderarbeit
Klicken für grosses Bild

Wenn das klar geht, werde ich natürlich Todesmutig reinsteigen. Man Boden ist ein wenig Wasser zu sehen und ich bin mal gespannt, ob innen Risse oder ähnliches zu sehen sind. Hoffentlich sind da keine Schlangen drin. Also – stay tuned.