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Stromfresser – Ausschalten hilft manchmal nicht

Seitdem ich das Strom-Meßgerät besitze hat es sich bei mir ein bißchen zur Manie entwickelt kurz nachzumessen was denn unsere Elektrogeräte so verbrauchen. Bei Meike hat das auch schon zu leichten Verstimmungen geführt, weil ich statt ihren neuen Kaffeeautomaten zu huldigen ersteinmal das Meßgerät rangehangen habe. Das hat sich zum Glück schnell wieder gelegt, aber das Gerät hatte erstaunliches offenbart: obwohl das Gerät per Netzschalter ausgeschaltet war verbrauchte es rund 9 Watt. Anscheinend ist es heutzutage nichts ungewöhnliches mehr, denn die Lampe im Zimmer von Max ist da noch eine Ecke härter. Ist die Lampe aus stehen 11 Watt auf dem Meßgerät, angeschaltet sind es 13 Watt. Leider fällt dieser Mist einem erst auf, wenn der Kram angeschafft ist.

Was mir bei meiner Messerei noch aufgefallen ist, nämlich das Schalt-Netzteile wesentlich effektiver sind als Spulen-Netzteile, mag für einen Elektriker/Elektroniker common-sense sein, für mich war es Neuland. Als Beispiel sei mein Linksys WRT54GL genannt. Mit seinem originalen Spulen-Netzteil liegt er bei 13-15 Watt, das Gerät selbst benötigt allerdings nur 300mA bei 11 Volt was irgendwas um 3,5W entspricht. Da geht also noch eine Menge und deswegen werde ich mich die nächste Zeit mal dabei machen und passende Schaltnetzteile suchen.

Links for 2007-08-13

Stromfresser

Wattmeter von Tchibo Diese Woche gibt es bei Tchibo ein Energieverbrauchs-Messgerät, auf Deutsch Wattmeter, für schmale 13 Euro. Da ich soetwas schon länger haben wollte und die Angebote bei Ebay und Co deutlich drüber liegen und auch keine 3 Jahre Garantie bieten habe ich zugegriffen.

Zuerst musste mein Server dran glauben, denn unsere letzte Stromrechnung umfasste 4000KWh, was laut Auskunft der Stadtwerke ca. 1000 KWh über den Durchschnitt liegt. Ich habe noch keine Vergleichs-Erfahrungen um das einzuordnen zu können. Unsere ‘grossen’ Stromverbraucher wie Kühlschrank, Gefrierschrank, Geschirrspüler und Waschmaschine sind fast neu. Genauso der Heisswasser Kleinspeicher in der Küche, nur der in der oberen Toilette ist uralt, ist aber meistens aus. Sogar die Fernseher schalten wir mittlerweile nachts aus. Jedenfalls verbraucht mein Serverchen mit seiner 900er Duron CPU, 3 Festplatten, DVD-Brenner und seinen Netz- und ISDN-Karten ca. 3,5KWh am Tag, was im Jahr etwa 1280 KWh entsprächen. Ich schreibe das extra, denn er wurde erst vor kurzem aufgerüstet, vorher tat ein Via 600 darin seine Dienste.

Danach musste unser Wäschetrockner dran glauben. Das Gerät ist auch noch nicht alt und verbraucht pro Ladung etwa 2,2 KWh, das macht bei 8 Waschladungen pro Woche knapp 17KWh (ca.900KWh/Jahr). Zum Vergleich: Der Miele Gefrierschrank liegt bei etwa 1KWh am Tag!

Was sind nun die Konsequenzen? Gute Frage. Ich könnte den Server abschalten und vielleicht auf weniger stromfressendes wie den Linksys NSLU und WRT54GL oder ähnlichen ausweichen. Genauso könnten wir den Wäschetrockner abschaffen, wenn denn genug Platz für die Wäsche da wäre – bei 4 Personen ist das nicht gerade wenig. Toll ist das alles nicht. Vielleicht werde ich damit erstmal damit anfangen zu schauen, ob ich an der Server-Hardware etwas optimieren kann, ein Messgerät hab ich ja nun :)

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